
Ein Bypass zur „Agrippastraße“
Zülpich-Innenstadt, Bachtor
Das römische Fernstraßennetz wurde im Mittelalter fortgenutzt. Wie das Köln- und Münstertor deckt auch das mittelalterliche Bachtor eine im Kern römische Straße.
Das römische Zülpich war ein Knotenpunkt mehrerer Straßen gewesen. Als Haupttrasse fungierte die heute sogenannte „Agrippastraße“, die vom Mühlenberg aus geradlinig Richtung Köln verlief. Eine Nebenlinie führte vom Siedlungszentrum aus in nordwestlicher Richtung nach Neuss und umlief Köln dabei im Westen. Damit kam ihr die Funktion einer Umgehungsstraße zu, bildete sie doch gewissermaßen einen „Bypass“ zur „Agrippastraße“.
Das Bachtor selbst hat keine antiken Vorläufer, deckt aber diese fortgenutzte Umgehungstraße römischen Ursprungs. Der Torturm wird in das Ende des 13. Jahrhunderts datiert, der Ausbau zur Zwingeranlage gehört in das folgende Jahrhundert. Ein ursprünglich feldwärts liegendes Außentor wurde 1886 abgebrochen.
Das römische Zülpich war ein Knotenpunkt mehrerer Straßen gewesen. Als Haupttrasse fungierte die heute sogenannte „Agrippastraße“, die vom Mühlenberg aus geradlinig Richtung Köln verlief. Eine Nebenlinie führte vom Siedlungszentrum aus in nordwestlicher Richtung nach Neuss und umlief Köln dabei im Westen. Damit kam ihr die Funktion einer Umgehungsstraße zu, bildete sie doch gewissermaßen einen „Bypass“ zur „Agrippastraße“.
Das Bachtor selbst hat keine antiken Vorläufer, deckt aber diese fortgenutzte Umgehungstraße römischen Ursprungs. Der Torturm wird in das Ende des 13. Jahrhunderts datiert, der Ausbau zur Zwingeranlage gehört in das folgende Jahrhundert. Ein ursprünglich feldwärts liegendes Außentor wurde 1886 abgebrochen.
© Römerthermen Zülpich 2022