Kapelle St. Nikolaus
in Vettweiß-Lüxheim
Vom Kloster zur Kapelle
Das kleine steinerne Gotteshaus auf dem Gelände eines Gutes, das wohl den Prämonstratenserinnen in Füssenich zugehörig wag war, wurde im 13. Jahrhundert errichtet und gab dem Areal seinen Namen: Kapellenhof. Der einschiffige Tuffsteinbau mit halbrunder Apsis und einer Außengliederung mit Lisenen, Rund- und Spitzbögen liegt am Ortsrand auf einem alten Friedhof. Das westliche Joch wurde im 17./18. Jahrhundert nachträglich durch einen tiefen Scheidbogen im Innenraum und außen durch Strebepfeiler verstärkt, um einen neuen Dachreiter abzustützen. 1950 wurde die Kapelle im Südwesten um eine Empore und Sakristei erweitert, die im Süden aus der Flucht des Altbaus hervorspringt und den Gesamteindruck beeinträchtigt.

Der Patron der kleinen Kapelle verweist auf die Verbindung zum Kloster Füssenich, das ebenfalls, neben St. Hubertus, das Patrozinium des Hl. Nikolaus aufweist.
Digitales Format: Dr. Jens Alvermann, LVR-Museumsverbund
Text: Hans-Gerd Dick, Stadt Zülpich; Dr. Iris Hofmann-Kastner, Römerthermen Zülpich
Foto: Dr. Iris-Hofmann-Kastner
Grafik: Janine Kaiser, LVR-Museumsverbund
Sprecherin: Corinna Lehmann, Köln
Illustration: Natascha Schmitz, Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege

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