St. Viktor in Nörvenich-Hochkirchen
Flutsichere Höhe über dem Bach
So wie viele Gotteshäuser in der Nähe von Fließgewässern in Hanglage installiert wurden, so thront auch St. Viktor oberhalb der Ortschaft. Ob der Name sich aus der exponierten Lage ableiten lässt oder doch eher dem Umstand zuzuschreiben ist, dass hier der Sitz des Hochgerichtes der Grafen von Nörvenich bis 1081, danach der Grafen von Jülich bezeugt ist, lässt sich nicht sicher sagen.

Der ummauerte Friedhof und die Kirche wurden auf dem Gebiet einer ehemaligen römischen Siedlung errichtet. Der Kern des heutigen Baus geht auf eine einschiffige romanische Anlage aus dem 12. Jahrhundert zurück. Davon erhalten hat sich der mächtige, ursprünglich dreigeschossige Westturm aus Sandstein und Tuff, heute mit einer barocken Haube versehen. Um 1500 wurde das Gotteshaus zu einer zweischiffigen Halle mit Kreuzrippengewölbe und Sternengewölbe im Chor umgestaltet. Im 18./19. Jahrhundert weitere Baumaßnahmen.

Digitales Format: Dr. Jens Alvermann, LVR-Museumsverbund
Text: Hans-Gerd Dick, Stadt Zülpich; Dr. Iris Hofmann-Kastner, Römerthermen Zülpich
Foto: Dr. Iris-Hofmann-Kastner
Grafik: Janine Kaiser, LVR-Museumsverbund
Sprecherin: Corinna Lehmann, Köln
Illustration: Natascha Schmitz, Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege

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